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Im Folgenden möchte ich beschreiben, wie man mittels frei verfügbarer Software ein Mathe-Comic anfertigen kann. Im vierten Teil verbinden wir unsere Comicfelder und die geometrische Figur zu einem Comic. Als Beispiel hatten wir im dritten Teil bereits einen Beweis des Satzes von Pythagoras vorbereitet.

Zusammenfassung

Plan

Bevor man irgendetwas machen sollte, ist es sinnvoll sich zu überlegen, wie die einzelnen Schritte aussehen müssten, damit man auch wirklich das herausbekommt, was man anstrebt (aber das war ja klar). Ich habe mir überlegt, dass ich den Beweis in 5 Zwischenschritte aufteilen werde. Es wird eine einfache Darbietung sein, keine Leistungskontrolle, kein „Lücken-Comic“.

Durchführung

Starten Sie, sofern es nicht noch läuft, Inkscape und laden Sie die im zweiten Teil des Tutorials erstellte Vorlage der Comicfelder. Dafür wählen Sie im Menü „Datei“ den Befehl „Importieren…“ und in dem erscheinenden Dialog die SVG-Datei, die Sie zuvor aus GeoGebra exportiert haben.

Wählen Sie als nächstes in demselben Menü den Befehl „Speichern unter…“ und geben Sie Ihrer Arbeit einen ausdrucksstarken Namen. Bleiben Sie hierbei ruhig beim Dateiformat SVG, da Sie so einen etwaigen Qualitätsverlust so weit wie möglich hinauszögern können – SVG skaliert verlustfrei.

Sie sollten nun eine Arbeitsfläche (ggf. mit einem angedeuteten Druckbereich) und Ihr rechtwinkliges Dreieck mit den passenden Beschriftugnen sehen; das Fenster sollte als Datei nicht mehr „Vorlage“ oder so ähnlich heißen, sondern den neuen Dateinamen anzeigen.

Ich werde ein dem vorgegebenen Druckbereich entsprechendes Bild erstellen (bei mir: DinA4; diesen Wert können Sie via Menü „Datei“ und dann „Dokumenteinstellungen…“ ändern).

Als erstes erstelle ich ein Rechteck, das meine Seitenränder repräsentiert (für einen Randlosdrucker/-kopierer oder eine digitale Veröffentlichung ist dieser Schritt später natürlich nicht nötig). Das richte ich mittels der Befehle zum Anordnen von Objekten automatisch zentriert aus: Menü „Objekt“ und dort „Ausrichten und Abstände ausgleichen…“

Wenn unser Rechteck noch markiert ist, achten wir darauf, dass die Auswahlliste „Relativ zu:“ auf dem Wert „Seite“ steht. Nun klicken wir auf die beiden Schalter „Vertikal zentrieren“ und direkt darunter auf „Zentren horizontal ausrichten“. Das Rechteck ist zentriert. Entfernen Sie nun noch die Füllung des Rechtecks, damit wir etwas mehr sehen können; das können Sie z.B. so machen wie in Teil 2 des Tutorials, als wir die Farben der Vorlage erstellt haben, oder indem Sie unten links in der Leiste mit den Farbfeldern auf das Kreuz klicken.

Verzagen Sie nicht, wenn Sie dies nur lesen und nicht ausprobieren: Auf Ihrem Monitor dürfte das Fenster größer und damit wesentlich übersichtlicher sein als bei den Screenshots, die ich hier hinterlege.

Jetzt ziehen wir an einer der Ecken unseres Comicfelds und machen es in der Breite etwas kleiner als die Hälfte des Rechtecks und in der Höhe etwas weniger als ein Drittel – Augenmaß genügt hier in den meisten Fällen. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie (wie in Teil 2) die Breite der Kontur nicht mitsamt der Fläche skalieren.

Der Befehl „Duplizieren“ im Menü „Bearbeiten“ erlaubt es Ihnen nun, sehr schnell Kopien Ihres Comicfeldes zu erstellen. Für fünf Comicfelder brauche ich folglich vier Kopien.

Halten Sie nun die SHIFT-Taste gedrückt und markieren Sie so zusätzlich zu einem der Comicfelder nun auch noch das Rechteck. Wählen Sie im Bereich „Ausrichten und Abstände ausgleichen…“ die Option „Relativ zu:“ mit dem Wert „Auswahl“. So wird das Comicfeld relativ zum Rechteck ausgerichtet. Schieben Sie Ihre Comicfelder nach oben links, oben rechts, mittig links, mittig rechts und unten links. Das unten skalisieren Sie wie oben, so dass es in etwa der Seitenbreite entspricht und richten es nochmals aus, nun unten mittig.

Ihr Zwischenergebnis könnte in etwa so aussehen (ggf. korrigieren Sie das Comicfeld unten etwas, wie in Teil 2 des Tutorials beschrieben, wenn es Ihnen nicht mehr in seiner Form gefällt).

Wiederum gilt: Wenn man das zwei Mal gemacht hat, wundert man sich nur noch, wie langatmig man das Erstellen des Comicaufrisses beschreiben kann. Mit etwas Übung geht einem der gesamte vierte Teil in einer guten Minute von der Hand. Und dann kann man endlich zum Comic im eigentlichen Sinn kommen.

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