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Im Folgenden möchte ich beschreiben, wie man mittels frei verfügbarer Software ein Mathe-Comic anfertigen kann. Wir erstellen in diesem Abschnitt eine Vorlage mit Comicfeldern. Ich gehe im Folgenden davon aus, dass Sie eine funktionsfähige Version der beiden Programme installiert haben. Wie das geht, haben Sie im ersten Teil des Tutorials gesehen.

Es gibt verschiedene Wege, eine Vorlage für Comic-Felder zu erstellen. Je nach Anwendung kann einer der Wege einfacher sein, aber im Prinzip sind sie gleichwertig. Ich zeige Ihnen hier nur den m.E. schnellsten. Wenn Sie auf die Bildergallerie klicken, erhalten Sie vorab einen Überblick:

Vorbereiten einer Comic-Vorlage

Rufen Sie als erstes das Programm Inkscape auf. Es erscheint ein leeres Dokument mit einem Rechteck, das den Druckbereich andeutet. Diesen können Sie während des Erstellens beliebig ignorieren und später ggf. an Ihr Papierformat bzw. die Bildschirmauflösung des Ausgabegeräts anpassen. Für die Vorlage ist es im Allgemeinen egal, wie groß der Druckbereich ist. Wählen Sie im Menü „Datei“ den Befehl „Speichern unter…“ und sichern Sie die (bislang noch leere) Zeichnung als Vorlage (im Standarddateiformat „Inkscape-SVG“).

Wählen Sie nun das Werkzeug „Rechtecke und Quadrate erstellen“ …

(ein Mausklick auf die Bilder lädt eine Version in Originalgröße)
…und ziehen Sie ein Rechteck. Die Größe und Proportionen spielen keine Rolle, da wir sie bei unserer Vektorgrafik später noch verlustfrei anpassen können. Die Farbe ändern wir auch erst später (bei mir ist sie offenbar ein teilweise transparentes blau in diesem Moment).

Wählen Sie nun das Werkzeug „Bearbeiten der Knoten“…

…und im Menü „Pfad“ den Menübefehl „Objekt in Pfad umwandeln“. Markieren Sie nun die vier Eckpunkte des ursprünglichen Rechtecks (z.B. durch die Tastenkombination Strg-A). Beachten Sie bitte: Wir haben jetzt bereits kein Rechteck mehr, sondern einen Pfad mit vier Knoten, der nur zufälligerweise mit den Ansprüchen an ein Rechteck übereinstimmt. Drücken Sie nun zwei Mal auf das Symbol „Neue Knoten in den gewählten Segmenten einfügen“.

Sie sollten nun einen Pfad mit 16 Knoten (jeweils dargestellt in Form eines kleinen Diamanten) haben.

Markieren Sie nun alle Knoten außer diejenigen an den Stellen der ursprünglichen vier Eckpunkte; hierzu ziehen Sie am besten einen Rahmen über die drei oben und die drei unten in der Mitte und danach mit gedrückter Shift-Taste einen zweiten Rahmen um die drei links und die drei rechts in der Mitte. Der Befehl „Die gewählten Knoten symmetrisch machen“, den Sie nun erteilen, sorgt dafür, dass die Kanten an diesen Stellen keine Spitzen erhalten. Die entsprechenden Knoten werden nicht mehr durch Diamanten, sondern durch kleine Quadrate symbolisiert.

Ziehen Sie nun einzelne der Knoten aus der Rechteckform heraus, um den Effekt eines im Schnellverfahren erstellten (gewissermaßen hingekritzelten) Comicfeldes zu erzielen.

Tipp: Durch Markieren mehrerer Knoten kann man mehrere Knoten gleichzeitig bewegen und so diesen Schritt stark verkürzen (Im Beispiel habe ich tatsächlich nur oben den zweiten Knoten von links und links den zweiten Knoten von oben bewegt. Die anderen hat die Software mitbewegt, nachdem ich sie zuvor passend mit ausgewählte hatte).

Wählen Sie nun das Werkzeug „Objekte auswählen und verändern“.

Tipp: Achten Sie darauf, dass die nachträgliche automatische Veränderung von Konturen deaktiviert ist, da breitere oder schmalere Konturen in den meisten Fällen nicht erwünscht sind – aber das werden Sie für Ihr Projekt im konkreten Fall selbst am besten sehen.

Öffnen Sie nun über das Menü „Objekt“ das Fenster „Füllung und Kontur…“, um die Kontur- und Füllfarbe festzulegen.

Im Allgemeinen sind die Werte schwarz und weiß bei Deckkraft 100% und Unschärfe 0,0 am geeignetsten – aber auch hier sind Sie der Experte.

Tipp: Einen weißen Hintergrund kann man fast immer sowohl über die Zuweisung Füllung „nicht zeichnen“ oder den „RGBA“-Wert ffffffff erzielen. Gerade wenn Sie eine Website konzipieren, sollten Sie dies jedoch nicht dem Zufall überlassen. Meistens sind Sie mit der expliziten Festlegung auf den weißen Farbwert besser bedient, da in diesem Szenario ansonsten die Hintergrundfarbe verwendet wird, die im Browser oder dem Kontext der Website voreingestellt ist. Im Beispiel werden eine weiße Fläche und ein schwarzer, dünner, durchgezogener Rahmen gewählt.

Speichern Sie Ihre Arbeit via Menü „Datei“ und dem Befehl „Speichern“.

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